Beschwerdebrief.

Angst und Panik: Der Anblick des Himeji-Schlosses weckt Erinnerungen an bessere Tage

Damit surreale Romantisierung und übertrieben positive Stigmatisierung endlich aufhören: 11 Dinge, die an Japan ziemlich scheiße sind.

  1. Rassismus: Allgemeiner Rassismus gegenüber allen Nicht-Japanern, insbesondere aber gegenüber Chinesen, Koreanern und Südostasiaten. Schwarze können alle schnell rennen, Europäer sind alle reich, Weiße generell unverschämt.
  2. Nationalismus: Japan ist das beste und tollste Land der Welt. Vor allem aber besser als alle anderen asiatischen Länder. Und so viel kultivierter.
  3. Sexismus: Gesellschaftlich geförderter und anerzogener Sexismus, vor allem am Arbeitsplatz. Sobald Frau heiratet, hat sie sich aus der Arbeitswelt zurückzuziehen, um eine gute Hausfrau, Ehefrau und Mutter zu sein.
  4. Blinder Gehorsam: Hörigkeit gegenüber jeder scheinbaren Autorität rein um derentwillen (Eltern, Lehrer, Vorgesetzte, Politiker). Was sie sagen, wird gemacht. Rebellion – auch im Teeanger-Alter – gibt es nicht.
  5. Karoshi: Tod durch Überarbeitung (medizinisches und juristisches Konzept gleichermaßen). Der Japaner arbeitet so lange, bis er umfällt. Wer keine Überstunden macht, arbeitet nicht richtig. Die Lücke im Lebenslauf versaut das Leben.
  6. Walfang und Delfinschlachtung: Einfach weil scheiße.
  7. Keine Hilfe: Ignoranz gegenüber psychischen Krankheiten bei gleichzeitiger Ablehnung therapeutischer Einrichtungen. Fördert Probleme wie Hikikomori, Ijime und eine hohe Selbstmordrate.
  8. Diskriminierung von Minderheiten: Aktive Diskriminierung sexueller Minderheiten (LGBTQ).
  9. Der eingehämmerte Nagel: Mentalität der unbedingten Gleichheit. Gesellschaftlich systematische Aberziehung charakterlicher Individualität.
  10. Scham: Grottige sexuelle Aufklärung und damit verbunden auch der Anstieg sexuell übertragbarer Krankheiten.
  11. Tatemae: Permanente Schauspielerei. Allgemeinverbindliches Verstecken der Gefühle vor alles und jedem, da Emotionalität als unfein und kindisch gilt.

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